Bibliometrische Services für die Administration der Universität Wien

  1. Bibliometrische Profile für Individualevaluierungen
  2. Bibliometrische Profile für Fakultätsevaluierungen
  3. Bibliometrische Profile für Berufungsverfahren

Bibliometrische Profile für Individualevaluierungen

Ziel & Beschreibung:

Unser bibliometrischer Report dient als Ergänzung zur Selbstbeurteilung des/r zu evaluierenden Professors/Professorin. Er entsteht im gegenseitigen Einvernehmen zwischen der Abteilung für Bibliometrie und Publikationsstrategien und dem/r ProfessorIn. Nach Fertigstellung wird der Report von der Besonderen Einrichtung für Qualitätssicherung überprüft und danach dem Rektorat und den Peers zur Verfügung gestellt.

Der gesamte Prozess beinhaltet:

  • ein initiales Interview mit dem/r zu evaluierenden ProfessorIn
  • eine bibliometrische Analyse der letzten zehn Jahre mit folgenden Aspekten:
    • Abdeckungsanalysen
    • Aktivitätsanalysen
    • Sichtbarkeitsanalysen
    • Impact-Analysen
    • Analysen der zitierenden Dokumente
    • Kooperationsanalysen auf verschiedenen Ebenen
    • Fokus- und Referenzen-Analysen inklusive Netzwerkkarten und anderen Visualisierungselementen
    • Optional: Abgrenzung eines “hot topic” und Benchmarking mit anderen führenden Forschenden im selben Forschungsfeld
  • Diskussion der Ergebnisse mit dem/r zu evaluierenden ProfessorIn
Zielgruppe(n) und Verfügbarkeit:

ProfessorInnen, die gemäß ihrem Vertrag fünf Jahre nach ihrer Berufung oder im Rahmen der “Qualifikationsprüfung” evaluiert werden. Die Beauftragung eines bibliometrischen Reports durch das Rektorat ist Disziplinen spezifisch.

Allgemeine Information zu bibliometrischen Profilen (in Englisch):
General Information about Bibliometric Profiles


Weiterführende Literatur

Gorraiz, Juan et al. (2016). Individual Bibliometric Assessment @ University of Vienna: From Numbers to Multidimensional Profiles. Zenodo. 10.5281/zenodo.45402

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
bibliometrie@univie.ac.at


Bibliometrische Profile für Fakultätsevaluierungen

Ziel & Beschreibung:

Die Leistungsvereinbarungen zwischen Rektorat und Fakultät werden jeweils von der Besonderen Einrichtung für Qualitätssicherung vorbereitet und dienen als Grundlage für die zu erstellenden bibliometrischen Reports.

Diese Reports sind im Prinzip ähnlich wie bei den Individualevaluierungen (siehe dort) und zeichnen sich zusätzlich durch unterschiedliche Granularität aus (Forschungsschwerpunkt, Forschungsgruppe, Department, etc.). Sie beinhalten auch einen Vergleich der Ergebnisse, die aus verschiedenen Datenquellen erzielt werden (u:cris, WoS, InCites, etc.).

Es wird ausdrücklich betont, dass die bibliometrischen Reports an sich KEINE Ergebnisse der Evaluierung darstellen. Jeder erstellte bibliometrische Report dient als Diskussionspapier und wird zunächst mit dem zuständigen Dekan der zu evaluierenden Fakultät diskutiert und validiert, bevor er in revidierter und annotierter Form schließlich dem Rektorat und ausgewählten Peers zur Verfügung gestellt wird.

Zielgruppe(n) und Verfügbarkeit:

Dekane, Rektorat und Peers

Für die periodisch (wenigstens alle sieben Jahre) stattfindenden Evaluierungen von Fakultäten und Zentren folgt die Universität Wien einem “informed peer-review” Ansatz (http://www.qs.univie.ac.at/evaluation-von-fakultaeten-und-zentren/ ).

Für weitere Informationen und Aufträge wenden Sie sich bitte an:
Besondere Einrichtung für Qualitätssicherung  @University of Vienna: michael.hofer@univie.ac.at; sara.john@univie.ac.at; evaluation@univie.ac.at


Bibliometrische Profile für Berufungsverfahren

Ziel & Beschreibung:

Dieser Service wird in Zusammenarbeit mit der Besondere Einrichtung für Qualitätssicherung  für die Fakultätsadministration angeboten. BewerberInnen werden bibliometrisch analysiert und die gewonnen Erkenntnisse gleichermaßen den Peers sowie der Berufungskommission zur Verfügung gestellt (http://www.qs.univie.ac.at/berufungsverfahren/ .)

Die Auswahl der verwendeten Standards, Datenquellen und Kriterien (Auswahl der Indikatoren) erfolgt immer in gegenseitigem Einvernehmen. Dies ist die Grundlage für das Zusammenstellen der Daten. Der auf diese Weise identifizierte Publikationsoutput aller in die engere Auswahl kommenden BewerberInnen wird in der Folge mit den zur Verfügung gestellten Publikationslisten vergleichend analysiert.

Das wichtigste Merkmal der generierten Reports ist die Bevorzugung von einfachen anstatt von zusammengesetzten Indikatoren sowie der sogenannte “top counts approach”. Letzterer wird der Multidimensionalität von bibliometrischen Analysen gerecht und berücksichtigt sowohl die verschiedenen Publikationskulturen als auch verschiedene strategische Ausrichtungen in einer flexiblen Art und Weise.

Unser Standardreport umfasst folgende Teile:

  1. Einleitung
  2. Aktivitätsanalyse gemäß der zur Verfügung gestellten Publikationslisten im Vergleich zur Abdeckung in der verwendeten Datenquelle (in der Regel Web of Science Core Collection)
  3. Bibliometrische Analyse der letzten zehn vollständigen Jahre (inklusive Aktivitäts-, Sichtbarkeits- und Impact-Analyse)
  4. Zusätzliche Informationen (abgekürzte Zitationsanalyse des gesamten Karrierezeitraums, Ausmaß der Abdeckung in anderen Datenquellen und Internationalisierung)
  5. Kontrolldaten (Forschungsschwerpunkte, Analyse der Autorenschaften, Prozentsatz der Selbstzitierungen, etc.)
  6. Zeitleisten und Trendlinien für den Publikationsoutput in den letzten zehn vollständigen Jahren
  7. BewerberInnennetzwerk
  8. Vergleich der ermittelten Ergebnisse mit denen aus anderen Datenquellen (üblicherweise Scopus und Google Scholar)
  9. Ausgewählte Kommentare, welche die relevantesten bibliometrischen Aspekte hervorheben und signifikante Unstimmigkeiten aufzeigen
  10. Liste der verwendeten Indikatoren und Abkürzungen
Zielgruppe(n) und Verfügbarkeit:

Berufungskommissionen

Diese bibliometrischen Analysen können in der Regel innerhalb von zwei bis vier Wochen durchgeführt werden, ja nach Anzahl der zu analysierenden BewerberInnen und verfügbaren Personalressourcen. Die AuftraggeberInnen werden höflichst ersucht, dies zu berücksichtigen und unsere Abteilung zeitgerecht zu kontaktieren.

Für weitere Informationen und Aufträge wenden Sie sich bitte an:
irina.stumpf@univie.ac.at; michael.hofer@univie.ac.at; juan.gorraiz@univie.ac.at

Weiterführende Literatur:

Gorraiz, J & Gumpenberger, C (2015). A flexible bibliometric approach for the assessment of professorial appointments. Scientometrics, 105, Issue 3, pp 1699-1719;
http://link.springer.com/article/10.1007%2Fs11192-015-1703-6 
DOI 10.1007/s11192-015-1703-6