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China | Wissen

1.6. - 30.9.2006 im Foyer der Hauptbibliothek

Die Universittsbibliothek Wien verfgt ber eine im europischen Vergleich beraus bedeutende Sammlung von frhen westlichen Werken ber China. Die Ausstellung soll diesen bisher weitgehend unbekannten Bestand, der Aufschluss ber die Entwicklung und Erweiterung des Chinawissens durch fnf Jahrhunderte gibt, ins Bewusstsein einer breiteren ffentlichkeit rcken.

Der zeitliche Bogen spannt sich vom ersten China-"Bestseller", dem Bericht des Juan Gonzlez de Mendoza aus dem spten 16. Jahrhundert, bis hin zu Publikationen aus dem Bereich der im 19. Jahrhundert einsetzenden Verwissenschaftlichung der Chinakunde/Sinologie.

Ausstellungserffnung
Donnerstag 1. Juni 2006, 19.00 Uhr Universittsbibliothek Wien, Groer Lesesaal Dr. Karl-Lueger Ring 1, 1010

Um Antwort wird gebeten: Tel. 01 4277 150 02 martina.schauer@univie.ac.at

Die Ausstellung

Aus der Flle des vorhandenen Materials wurde ein kleiner, doch reprsentativer Querschnitt fr die Ausstellung ausgewhlt, der Einblick in die Themenflle gibt - darunter finden sich u.a.:

  • Sunzis Werk "Vom Kriege" (erste bersetzung) das wohl lteste Handbuch der Kriegskunst, von Napoleon geschtzt und von heutigen Managern geliebt
  • Ausgewhlte Bnde aus "China-Enzyklopdien" des 18. Jahrhunderts, darunter eine Abhandlung ber chinesische Musik und Musikinstrumente des Joseph Amiot und ein Bericht ber "Kungfu" als Mittel zur Krperertchtigung
  • Reiseberichte und Atlanten, wie der "Novus Atlas Sinensis" des Martino Martini (1655/56)
  • Titel zu Philosophie und Religion - darunter die erste substantielle lateinische bersetzung der Schriften des Konfuzius
  • Werke zur Naturkunde, speziell zur Botanik (z.B. die "Flora Sinensis" (1655/56) des Michael Boym) und ber chinesische Grten
  • Wrterbcher und Grammatiken (so das erste mehrsprachige Wrterbuch - Chinesisch/Franzsisch/Latein aus 1813)

Die Beschftigung mit chinesischer Sprache und Schrift machte in Europa auch die Wiedergabe chinesischer Schriftzeichen notwendig. Der Druckort Wien erlangte hier um die Mitte des 19. Jahrhunderts besondere Bedeutung, was in der Ausstellung anhand ausgewhlter Publikationen sichtbar gemacht wird.

Die Entwicklung des China-Wissens wird in der Ausstellung vor dem Hintergrund der transnational orientierten Kommunikation unter den Gelehrten im Europa der Frhen Neuzeit aufgezeigt - ein Aspekt, der im EU-China-Jahr 2006 und im Kontext der Internationalisierung des Wissenschaftsbetriebs mehr und mehr an Bedeutung gewinnt.

Kontakt:
Dr. Monika Lehner
monika.lehner@univie.ac.at



Mit freundlicher Untersttzung von:

Mr Lee Logo.jpg logo_si_web2.jpg alumnilogo.jgp

In Zusammenarbeit mit:

sterreichische Gesellschaft fr Chinesischunterricht
Institut fr Ostasienwissenschaften / Sinologie

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