Ausstellungseröffnung "Universitäten in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft"

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Ausstellungseröffnung "Universitäten in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft"

Ab Mittwoch, 2. September 2015, 18.30 Uhr, Hauptbibliothek

Die Ausstellung "Universitäten in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft" wird am Mittwoch, den 2. September, um 18.30 im Foyer der Universitätsbibliothek der Universität Wien eröffnet.

Hervorgegangen ist die von Studierenden erarbeitete Ausstellung aus einer interdisziplinären Lehrveranstaltung von Univ.- Prof. Dr. Lioba Theis (Institut für Kunstgeschichte) und Univ. Prof. Dr. Peter Eigner (Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte) im Sommersemester 2015, an der Studierende der Kunstgeschichte und der Geschichte teilgenommen haben.

Universitäten sind seit jeher Zentren des Wissens und des intellektuellen Austauschs, aber auch Orte der politischen Auseinandersetzung, ein Strang, der hier näher beleuchtet wird. Konfliktfelder gab es im Laufe der Geschichte zahlreiche, sich wiederholende wie neue. Studierende spielten dabei eine maßgebliche Rolle. Der Kampf um die Universität im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert mündete in Rassismus und Hetze gegen Andersdenkende, mit deren Nachwirkungen man bis weit nach 1945 konfrontiert war. Mit der Öffnung und Expansion der Universitäten seit den 1970ern sind neue Reibungsflächen entstanden.

Weitere Schwerpunkte der Ausstellung bilden die Themen "Universität und Stadt" bzw. "Stadt und Studierende". Die Studenten früherer Zeiten waren eine kleine, aber besondere und auffällige Sozialgruppe im Stadtgefüge, gegenwärtig wird Wien von rund 190.000 Studierenden bewohnt, die über zehn Prozent der Einwohnerschaft ausmachen. Allein ihre zahlenmäßige Stärke verweist auf ihre Bedeutung für Wien. Insbesondere der 9. Bezirk wird durch eine Vielzahl universitärer Einrichtungen und eine hohe Studierendenzahl charakterisiert. Dazu kommt eine reiche studentische Infrastruktur, die sich um die Unistandorte konzentriert. Hat sich die Ansiedlung des AKH- Campus als wirtschaftlicher Erfolgsfaktor, für sonst sehr ruhige Straßen wie die Garnisongasse, erwiesen, so verdeutlicht die momentane Flaute des Althanviertels nach Absiedelung der Wirtschaftsuniversität auf andere Weise die große Bedeutung des Wirtschaftsfaktors der Studierenden.

Architekturgeschichtlich und standortpolitisch haben Universitätsplanungen immer wieder Aufsehen erregt, im Guten wie im Bösen. Der Umbau des alten Allgemeinen Krankenhauses in den AKH-Campus stellte ein gelungenes Beispiel des behutsamen Umgangs mit alter Bausubstanz bei gleichzeitiger Anwendung moderner Architektur dar. Anders sah die Lösung des Neubaus der Wirtschaftsuniversität aus, mit der ein spektakuläres, nicht unumstrittenes Architekturprojekt auf dem Pratergelände verwirklicht wurde, für das alte WU-Gebäude wird eine Nutzung gesucht, das Areal um die Spittelau ist Gegenstand mehrerer Planungsvisionen. Neben der Analyse historischer und gegenwärtiger Universitätsstandorte in Wien werden auch Vorstellungen zur Zukunft der Universität präsentiert.

Programm

  • 18:30 Begrüßung HR Mag. Maria Seissl (Leiterin der DLE Bibliotheks- und Archivwesen)

  • 18.35 Grußworte Univ. Prof. Dr. Claudia Theune-Vogt (Dekanin der Historisch-kulturwissenschaftlichen Fakultät)

  • 18.45 Einleitende Bemerkungen zur Ausstellung:
    Univ. Prof. Dr. Lioba Theis und Univ. Prof. Dr. Peter Eigner