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FB Botanik: E-Book des Monats Februar 2018

Der hier vorgestellte zweite Band über zeitgenössisch seltene oder wenig bekannte Pflanzenarten erschien erst 1844, mithin fünf Jahre nach dem Tod des im Titel genannten Autors Joseph Franz von Jacquin (1766-1839). Dieser war von 1797 bis 1839 Professor für Botanik an der Universität Wien gewesen und hatte den Botanischen Garten als dritter Direktor seit der Gründung 1754 geleitet. Der erste Band des großformatigen Werks war bereits 1811-1816 in zehn Lieferungen erschienen, die Herausgabe des zweiten Bandes besorgte dann Jacquins Tochter Isabella von Jacquin (1794-1857) gemeinsam mit dem jungen Botaniker Eduard Fenzl (1808-1879). Auch Isabella von Jacquin war mit der Biologie vertraut und im Feld der Wiener Naturwissenschaften gut vernetzt: Am 6. April 1794 in der Wiener Innenstadt (Bäckerstraße No. 792) geboren, hatte sie am 10. September 1810 Karl Franz Anton Ritter von Schreibers (1775-1852), seit 1806 Leiter der Vereinigten k. k. Naturalien-Cabinete in Wien, geheiratet. Sie starb am 26. Juli 1857 in Hietzing bei Wien. Eduard Fenzl wiederum wurde 1849 als Nachfolger von Stephan Endlicher (1804-1849) Professor für Botanik in Wien. So bildet der hier präsentierte Band auch ein treffendes Beispiel für naturwissenschaftliche Netzwerke im biedermeierlichen Wien (Pritzel 4355, Stafleu & Cowan 3236).

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