FB Botanik: E-Book des Monats April 2018

Carl Albert Hugo Fischer wurde am 12. April 1865 als Sohn eines Konditors geboren, erhielt zunächst Privatunterricht und wechselte 1875 an das Gymnasium zu St. Maria Magdalena in Breslau. Nach Ablegung der Reifeprüfung 1883 studierte er zunächst drei Semester Naturwissenschaften an der Universität Breslau, dann vier Semester in Halle an der Saale und ab 1886 wieder in Breslau. Hier promovierte er im Juli 1890 zum Dr. phil. Zunächst am Botanischen Institut der Universität Tübingen als Assistent tätig, wechselte er 1896 in gleicher Stellung an die Universität Heidelberg und habilitierte sich 1899 in Bonn als Privatdozent für Botanik. 1905 bis 1911 als Vorsteher der bakteriologischen Abteilung der agrikulturchemischen Versuchsstation in Berlin tätig, befasste sich Fischer auch später mit Fragen der Bakteriologie und Kohlensäuredüngung von Pflanzen. Er starb am 18. Oktober 1939 in Achim (Landkreis Verden). In seiner hier präsentierten Dissertation aus dem Jahr 1890 untersuchte Fischer systematisch den Pollen von 2214 Pflanzenarten und widmete sich einerseits der Bildung der Pollenwand, andererseits der Frage, inwieweit miteinander verwandte Pflanzen-Sippen auch hinsichtlich der Pollen-Struktur übereinstimmen. Die Arbeit ist auch heute noch von grundlegender Bedeutung für die Palynologie (Stafleu & Cowan 34626).

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