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Geschichte und Bestände

Das Institut für Judaistik wurde 1966 aus dem Institut für Orientalistik als eigener Fachbereich herausgelöst. Im Zuge dessen wurden die Hebraica der Orientalistik der Judaistik übergeben und bildeten den Grundstock der Institutsbibliothek. 1997 wurde diese in eine Fachbibliothek umgewandelt und erhielt eine hauptberufliche Bibliothekarin.

Heute umfasst die Fachbereichsbibliothek Judaistik etwa 19.000 Druckschriftenbände (Monographien, Reihenwerke, Periodika), dazu 45 laufende Fachzeitschriften, 53 zeitschriftenartige Reihen, und einen wachsenden Bestand an CD-ROMs (dzt. ca. 70) sowie Filmmaterial (dzt. ca. 70 Videos und DVDs). Inhaltlich reflektieren die Bestände den Facettenreichtum der Judaistik:

Schon sehr lange gesammelt wird Literatur zur antiken Geschichte des Judentums ("Zweiter Tempel"), Qumran und andere Aspekte der Hebräischen Bibel, rabbinische Literatur, mittelalterliche Exegese und Philosophie, Hebräische/Aramäische Wörterbücher und Grammatiken, Kabbalah, Austriaca und jüdische Philosophie vom Mittelalter zur Moderne. Heute sammeln wir dazu auch Literatur zu Interessensgebieten, die sich in den letzten Jahren stärker entwickelt haben, auch wenn sie nicht direkt Bestandteile des Studienplanes am Institut für Judaistik sind. Dazu zählen: Geschlechterforschung und Homosexualität; Medizin und Reproduktionstechnologie im Bezug zur jüdischen Ethik und praktischen Halakhah; Geschichte und Kultur lokaler jüdischer Gemeinden innerhalb und außerhalb Europas; jüdische Geschichtsbetrachtung und -schreibung; Kultur und Gesellschaft Israels.