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Autor des Monats – März 2014: Juan Gelman

Buchausstellung im Foyer der FB Romanistik

Juan Gelman, argentinischer Dichter mit ukrainisch-jüdischen Wurzeln, Verfasser zahlreicher Gedichtbände und Prosatexte und überzeugter Gegner der argentinischen Militärdiktatur, starb am 14. Jänner 2014 in Mexiko-Stadt im Alter von 83 Jahren.

Gelman wuchs im jüdischen Viertel von Buenos Aires, in Villa Crespo auf.
Nach dem Abbruch seines Chemiestudiums veröffentlichte er in den 1950er Jahren seine ersten Gedichte und gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Lyriker-Gruppe El pan duro.

Gelman engagierte sich schon früh in der kommunistischen Jugendbewegung. Nach dem Militärputsch von 1962 ging er in den Untergrund und schloss sich später der Guerillagruppe Montoneros an. Während der Militärdiktatur wurden Gelmans Sohn und Schwiegertochter entführt, in jenen Jahren verschwanden 30.000 Personen. All diese Ereignisse finden Eingang in Gelmans Poesie, die er später im mexikanischen Exil verfasste.

Für seine Gedichte erhielt er zahlreiche Preise, darunter den argentinischen Premio Nacional de Poesía 1997 und den Premio Miguel de Cervantes 2007.

Um an einen der wichtigsten argentinischen Autoren jener Generation zu erinnern, stellen wir diesen Monat Juan Gelmans Werke im Foyer der Fachbereichsbibliothek Romanistik aus.