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Österreichische Bibliotheken erhielten in der Zeit des Nationalsozialismus oft beschlagnahmtes Bibliotheksgut von aufgelösten Einrichtungen wie Vereinen oder Schulen und aus Enteignungen oder Zwangsverkäufen von Privatpersonen. Auch in den Beständen der Universitätsbibliothek Wien befinden sich Bücher aus solchen bedenklichen Erwerbungsvorgängen. (Weitere Informationen zum historischen Hintergrund...)

Ende 2004 wurde an der Universitätsbibliothek Wien ein Forschungsprojekt eingerichtet, dessen Aufgabe es ist, die Bestände der Universitätsbibliothek Wien aus den Jahren 1938-1945 auf bedenkliche Erwerbungen zu überprüfen. Im März 2006 wurde das zunächst nur auf die Hauptbibliothek beschränkte Projekt auf die Fachbereichs- und Institutsbibliotheken der UB Wien erweitert. Seit 2012 ist die NS-Provenienzforschung als eigener Arbeitsbereich der Universitätsbibliothek Wien eingerichtet.

Mag. Maria Seissl, die Leiterin der Universitätsbibliothek Wien, zu diesem Projekt: "Die Universitätsbibliothek Wien ist die erste Universitätsbibliothek in Österreich, die sich dieser Verantwortung stellt und von sich aus aktiv an die Sache herangeht. Unser Ziel ist es, Klarheit über unrechtmäßige Bestände zu schaffen und diese gegebenenfalls zu restituieren."

Team: Dr. Stefan Alker-Windbichler, Mag. Olivia Kaiser, Dr. Christina Köstner-Pemsel, Mag. Karin Lach, Mag. Andrea Neidhart, Dr. Monika Schreiber, Mag. Markus Stumpf, MSc (Leitung) und Mag. Susanne Wicha.

Weitere Informationen zur Provenienzforschung in den Teilprojekten (bis 2009):

  • Kontakt
    Provenienzforschung

    Tel.: +43-1-4277-16710
    Postanschrift:
    Mag. Markus Stumpf, c/o FB Zeitgeschichte, Spitalgasse 2, Hof 1, 1090 Wien