Diasammlung des Instituts für Kunstgeschichte

Der 1852 einsetzende kunsthistorische Unterricht an der Universität Wien erfolgte zunächst vor Originalen in den Wiener Sammlungen, aber auch anhand von großformatigen Fotografien. Im späten 19. Jahrhundert kam es zum Umstieg auf „Lichtbilder“, d.h. Positive, die mittels Projektoren vorgeführt wurden. Genaue Angaben über die erstmalige Anwendung dieser Technik in Wien fehlen. Das für die Wiener Schule der Kunstgeschichte typische Vergleichen von Kunstwerken erforderte jedenfalls eine Doppelprojektion. Die ursprünglichen „Großdias“, d.h. Filmformate von 9 x 9 oder 9 x 12 cm, wurden noch bis in die 1970er Jahre verwendet. Erst damals setzte sich das Kleinbildformat (24 x 35 mm) endgültig durch. Auch das in den 1930er Jahren entwickelte Farbdia löste erst um 1990 das SW-Bild (vielfach durch Umkopieren von Negativen im eigenen Fotolabor) ab, da es vorerst sehr teuer war.

Die Diasammlung des Instituts für Kunstgeschichte umfasst einen Bestand an Groß- und Kleinbilddias im Umfang von etwa 250.000 Stück. Thematisch wird die ganze abendländische Kunstgeschichte vom Frühchristentum bis ins 21. Jahrhundert erfasst, es gibt aber auch Bestände zur antiken und außereuropäischen Kunst. Da die Diasammlung dem Lehrbetrieb dient, handelt es sich bei einem Großteil der Fotos um Reproduktionen aus Büchern. Es gibt aber auch einzelne kleine Bestände mit Originalaufnahmen der Institutsfotografen oder sonstiger InstitutsmitarbeiterInnen sowie Ankäufe von professionellen Diaproduzenten.

Die rechtliche Genehmigung des Bildmaterials gilt ausschließlich für den Lehrbedarf, Publikationen sind ausdrücklich untersagt. Die Diasammlung stellt kein öffentliches Bildarchiv dar.

Adresse:
Institut für Kunstgeschichte
Campus der Universität Wien
Spitalgasse 2, Hof 9
1090 Wien

Leitung:
OR Dr. Friedrich Polleroß
Institut für Kunstgeschichte
Spitalgasse 2, Hof 9
1090 Wien
T: +43-1-4277-414 50
F: +43-1-4277-9 414

Öffnungszeiten:
Nur nach telefonischer Vereinbarung.

Links:
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Fotos: Karl Pani