Drogensammlung des Departments für Pharmakognosie

Die Drogensammlung des Departments für Pharmakognosie der Universität Wien besteht aus rund 18.000 vorwiegend pflanzlichen, aber auch seltenen tierischen Drogen aus allen Teilen der Welt. Sie wurde 1854 durch den Ankauf der Drogensammlung von Theodor Martius (1796–1863), Professor für Pharmazie und Pharmakognosie an der Universität Erlangen, begründet und erfuhr im Laufe der folgenden Jahrzehnte zahlreiche Erweiterungen. Sie beinhaltet Stücke, die durch die Novara-Expedition (1857–1859) aus dem fernen Osten (v. a. aus China) nach Österreich gelangten, Objekte aus der ehemaligen Drogensammlung des "Allgemeinen Österreichischen Apothekerverbandes", Drogenmuster von Franz Berger (1909–1965), die diesem als Grundlage seines mehrbändigen Handbuchs der Drogenkunde dienten, sowie die 340 Drogen umfassende Materialsammlung des Nobelpreisträgers Tadeus Reichstein (1897–1996). Er vermachte sie 1989 dem damaligen Institut für Pharmakognosie. In den letzten Jahren wurde der Bestand durch eine Vielzahl tibetischer und mongolischer Arzneidrogen ergänzt.

Mit der Übersiedlung der pharmazeutischen Institute in das neu errichtete Pharmaziezentrum der Universität Wien im Jahr 1994 war es möglich, einen Teil der Sammlung in einem eigenen Museumsraum auszustellen und einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. - Dort können gegen Voranmeldung und terminliche Absprache Führungen nach individuellen Wünschen abgehalten werden.

Für wissenschaftliche Zwecke ist auch die Drogensammlung nach vorheriger Terminvereinbarung zugänglich.

Opobalsam in KalebrasseKetten aus PflanzensamenBambusrohr zum Verschicken von chinesischem Quecksilber

Adresse:

Department für Pharmakognosie
Pharmaziezentrum (UZA II)
Althanstraße 14
1090 Wien

Leitung:

ao. Univ-Prof.in Mag.a Dr.in Liselotte Krenn
Department für Pharmakognosie
Althanstraße 14
1090 Wien
T: +43-1-4277-552 59
liselotte.krenn@univie.ac.at

Links:

Objekt des Monats aus dieser Sammlung:

Sammlung chinesischer Teesorten

Foto: Claudia Feigl