Sammlung Frauennachlässe

Die Sammlung Frauennachlässe am Institut für Geschichte der Universität Wien wurde 1990 von der Historikerin Edith Saurer gegründet. Ziel ist es, Selbstzeugnisse und Fotografien von Frauen sowie deren Verwandten und Bekannten zu sammeln, zu ordnen und für die wissenschaftliche Benutzung zugänglich zu machen. Aktuell (2018) sind in der Sammlung Frauennachlässe in mehr als 250 Beständen die Vor- und Nachlässe von gut 400 Personen dokumentiert. Das Material reicht vom Haushaltsbuch über hand- oder maschinschriftliche Notizen wie Tagebücher, Poesiealben und kalendarische Aufzeichnungen, Briefe, Korrespondenzkarten und Feldpost bis hin zu Ausweisen, Zeugnissen und Schulheften, literarischen Manuskripten sowie Fotografien. Die Dokumente reichen bis ins 18. Jahrhundert zurück, wobei der Großteil aus dem 19. und 20. Jahrhundert stammt. Der geografische Schwerpunkt liegt auf dem Gebiet des heutigen Österreichs, teilweise finden sich in der Sammlung aber auch Bestände von Frauen aus den ehemaligen Kronländern oder auch mehreren Kontinenten.
Ein Bestandsverzeichnis liegt in Katalogform vor. Der Katalog enthält die Beschreibung aller archivierten Vor- und Nachlässe sowie ein Dokumenten- und ein Ortsregister. Er kann in verschiedenen Bibliotheken oder vor Ort eingesehen werden und ist auch zum Selbstkostenpreis erhältlich.

Die Sammlung beherbergt nur wenige Autobiografien. Sie arbeitet eng mit der Dokumentation lebensgeschichtlicher Aufzeichnungen am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien  zusammen.

Von 2006 bis 2012 war die Sammlung Frauennachlässe Teil der Forschungsplattform zur "Neuverortung der Frauen- und Geschlechtergeschichte im veränderten europäischen Kontext" an der Universität Wien. Sie ist Gründungsmitglied (2015) des European Diary Archives and Collections Network (EDAC) , Mitglied von ida. Dachverband der deutschsprachigen Frauen- und Lesbenarchive  sowie Mitglied von frida. Verein zur Förderung und Vernetzung frauenspezifischer Informations- und Dokumentationseinrichtungen in Österreich , in dem Li Gerhalter seit 2017 die Funktion der Obfrau bekleidet.

Die Benützung der Bestände erfolgt nach vorheriger Terminvereinbarung und Vorlage eines einschlägigen Forschungsvorhabens.

Adresse:

Sammlung Frauennachlässe
Institut für Geschichte
Universitätsring 1
1010 Wien

Leitung:

Ao. Univ.-Prof.in Mag.a Dr.in Christa Hämmerle
Institut für Geschichte
Universitätsring 1
1010 Wien
christa.haemmerle@univie.ac.at

Betreuung und Kontakt:

Mag.a Dr.in Li Gerhalter
Sammlung Frauennachlässe
Institut für Geschichte
T: +43-1-4277-408 12
sammlung.frauennachlaesse@univie.ac.at

Öffnungszeiten:

Benützungszeiten, für die ein Termin vereinbart werden kann:
Mittwoch und Donnerstag 11-17 Uhr bzw. auf Anfrage.
Weitere Hinweise zur Benutzung der Bestände finden Sie hier .

Links:

Objekte des Monats aus dieser Sammlung:

Foto: Fotografie aus dem Nachlass von Martha Teichmann; Fotograf(in) und Datum unbekannt