Sammlung Frauennachlässe

Die Sammlung Frauennachlässe am Institut für Geschichte der Universität Wien wurde 1991 von der Historikerin Edith Saurer gegründet, um Schriftstücke und Fotografien von Frauen sowie deren Verwandten und Bekannten, zu ordnen, zu archivieren und für die wissenschaftliche Benutzung zugänglich zu machen. Aktuell umfasst die Sammlung 101 Bestände, in denen die Nachlässe von mehr als 160 Personen aufbewahrt sind. Das Material reicht vom Haushaltsbuch über hand- oder maschinschriftliche Notizen wie Tagebücher, Poesiealben und kalendarische Aufzeichnungen, Briefe, Korrespondenzkarten und Feldpost bis hin zu Ausweisen, Zeugnissen und Schulheften, literarischen und politischen Manuskripten und Fotografien. Die Dokumente reichen bis ins 18. Jahrhundert zurück, der Großteil stammt dabei aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Der geografische Schwerpunkt liegt auf dem Gebiet des heutigen Österreichs, teilweise finden sich in der Sammlung aber auch Bestände von Frauen aus den ehemaligen Kronländern; ein Nachlass beinhaltet Korrespondenzen aus dem KZ Theresienstadt, ein anderer stammt aus den USA. Es liegt ein Bestandsverzeichnis in Katalogform vor, das eine Beschreibung aller archivierten Nachlässe, ein Dokumenten- sowie ein Ortsregister umfasst. Es kann vor Ort eingesehen werden und ist zum Selbstkostenpreis erhältlich.

Die Sammlung beherbergt keine Autobiografien; sie arbeitet eng mit der "Dokumentation lebensgeschichtlicher Aufzeichnungen" am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien zusammen. Weiters ist die Sammlung Frauennachlässe Teil der Forschungsplattform zur "Neuverortung der Frauen- und Geschlechtergeschichte im veränderten europäischen Kontext" an der Universität Wien.

Die Benützung der Bestände erfolgt nach vorheriger Terminvereinbarung und Vorlage eines einschlägigen Forschungsvorhabens.

Frauen auf dem TennisplatzDrei Briefe, 1895/96Brief an Josef Schlinger, 1908Mit Schleifchen verziertes Portraitfoto eines Soldaten

Adresse:

Sammlung Frauennachlässe
Institut für Geschichte
Universitätsring 1
1010 Wien

Leitung:

Ao. Univ.-Prof.in Mag.a Dr.in Christa Hämmerle
Institut für Geschichte
Universitätsring 1
1010 Wien
christa.haemmerle@univie.ac.at

Kontakt:

Mag.a Li Gerhalter
Sammlung Frauennachlässe
Institut für Geschichte
T: +43-1-4277-408 12
eFax: +43-1-4277-840812
frauennachlaesse.geschichte@univie.ac.at

Öffnungszeiten:

Benützungszeiten, für die ein Termin vereinbart werden kann:
Mittwoch und Donnerstag 11.00 – 17.00 Uhr bzw. auf Anfrage
Weitere Hinweise zur Benutzung der Bestände finden Sie hier.

Links:

Sammlung Frauennachlässe am Institut für Geschichte der Universität Wien
Institut für Geschichte
Dokumentation lebensgeschichtlicher Aufzeichnungen
Forschungsplattform zur Neuverortung der Frauen- und Geschlechtergeschichte im veränderten europäischen Kontext
"Die weibliche Perspektive auf die Geschichte" – Artikel in der Tageszeitung "Der Standard" vom 28.01.2017

Tagebuch

Fotos: Sammlung Frauennachlässe, Claudia Feigl