Ausstellungseröffnung: "Es lebe unsere gerechte Sache!"

Soldaten der Armee des Slowakischen Nationalaufstands marschieren im Kampf gegen die deutsche Besatzungsmacht, Anfang September 1944.
(c) Militärarchiv, Bratislava.

Soldaten der Armee des Slowakischen Nationalaufstands marschieren im Kampf gegen die deutsche Besatzungsmacht, Anfang September 1944. (c) Militärarchiv, Bratislava

Ausstellungseröffnung: "Es lebe unsere gerechte Sache!"

Dienstag, 29. Mai 2018, 18.30 Uhr, FB Zeitgeschichte

Am 29.5. findet an der Fachbereichsbibliothek Zeitgeschichte die Eröffnung der Ausstellung „Es lebe unsere gerechte Sache!“ Der Slowakische Nationalaufstand 29. August bis 27. Oktober 1944 statt.

Diese Wanderausstellung entstand an der "Gedenkstätte Deutscher Widerstand" Berlin in Kooperation mit dem "Historischen Institut der Slowakischen Akademie der Wissenschaften", Bratislava und wird vom 29. Mai bis zum 14. August 2018 an der Fachbereichsbibliothek Zeitgeschichte gezeigt.

Zur Ausstellung

Der Slowakische Nationalaufstand beginnt am 29. August 1944 und ist einer der größten Aufstände gegen die nationalsozialistische Herrschaft in Europa. In den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs kommt es auf dem ganzen Kontinent zu einer Reihe von Erhebungen, die die deutsche Besatzungsmacht und die Kollaborationsregime bekämpfen. Der slowakische Aufstand wird in Übereinstimmung mit der Sowjetunion, den Vereinigten Staaten und Großbritannien geplant und mit deren Unterstützung durchgeführt.

Er richtet sich gegen die autoritäre und extrem antisemitische slowakische Kollaborationsregierung. Die vereinigten Widerstandsgruppen, die den landes�weiten bewaffneten Aufstand organisieren, setzen sich aus Demokraten, Kommunisten und Partisanen sowie aus Soldaten und Offizieren zusammen, die nicht bereit sind, an der Seite der Wehrmacht zu kämpfen.

Der Slowakische Nationalaufstand entwickelt sich aus der Zusammenarbeit dieser Gruppen und mit der Unterstützung der tschechoslowakischen Exilregierung. Zehntausende sind zum Kampf gegen die deutschen Truppen bereit, die zur Zerschlagung des Widerstands in die Slowakei einmarschieren. Die Anführer des Aufstands überwinden ihre ideologischen Differenzen, um die gemeinsamen Ziele zu erreichen: die Befreiung des Landes und die Wiederherstellung eines Staates, in dem die demokratische Slowakei und die tschechischen Länder gleichberechtigte Partner sind.

Die Erhebung wird Ende Oktober 1944 von den deutschen Truppen niedergeschlagen. Die slowakischen Partisanen kämpfen jedoch bis zur Befreiung im April 1945 weiter. Der Aufstand trägt wesentlich zur Veränderung des Bildes der Slowakei bei. Aus einem gehorsamen Vasallen der Deutschen wird ein anerkanntes Mitglied der Anti-Hitler-Koalition. Er hat gezeigt, dass zehntausende Slowaken eine demokratische Tschechoslowakei einem autoritären slowakischen Kollaborationsstaat vorziehen.

Die Geschichte des Slowakischen Nationalaufstands wird zu einem wesentlichen Teil des Kampfes gegen die nationalsozialistische Herrschaft in Europa. Der Aufstand begründet für die Slowakei ein bleibendes Erbe, das die europäischen Werte von Humanismus, Demokratie und Solidarität im Kampf um die Freiheit hochhält.


Zur Eröffnung


Programm

Begrüßung

Markus Stumpf
(Universität Wien, Leiter Fachbereichsbibliothek Zeitgeschichte)

Oliver Rathkolb
(Universität Wien, Vorstand des Instituts für Zeitgeschichte)


Grußworte

Helfried Carl
(Botschafter Österreichs in der Slowakischen Republik, Bratislava)

Peter Mišík
(Botschafter der Slowakischen Republik in Österreich, Wien)


Zur Ausstellung

Michal Schvarc
(Historisches Institut der Slowakischen Akademie der Wissenschaften, Bratislava / Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI), Wien)

Adam Hudek
(Historisches Institut der Slowakischen Akademie der Wissenschaften, Bratislava)


Im Anschluss

Besichtigung der Ausstellung, Brot und Wein


Mit der Teilnahme an dieser Veranstaltung stimmen Sie der Veröffentlichung von Fotos, Video- und Audioaufzeichnungen, die im Rahmen der Veranstaltung entstehen, zu.

Universität Wien