Verleihung des Grete-Mostny-Dissertationspreises

Grete Mostny. © Universität Wien.

Grete Mostny. © Universität Wien

Verleihung des Grete-Mostny-Dissertationspreises

Dienstag, 19. Juni 2018, 18.00 Uhr, FB Geschichtswissenschaften

Die Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät zeichnet in diesem Jahr zum sechsten Mal herausragende Dissertationen aus und möchte Absolventinnen und Absolventen, die eine exzellente Arbeit in einem der Fächer der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät abgeschlossen haben, ehren.

Benannt ist der Preis nach Grete Mostny. Sie studierte an der Universität Wien zwischen 1933 und 1938 Ägyptologie, Afrikanistik und Urgeschichte und schrieb eine Dissertation mit dem Titel „Die Kleidung der ägyptischen Frau im alten Reich“. Im Zuge der nationalsozialistischen Machtübernahme in Österreich im März 1938 wurde ihr als Jüdin der akademische Abschluss ihres Studiums verwehrt. Sie musste – wie rund 1.800 weitere Studierende – die Universität Wien verlassen und ist eines der zahllosen Opfer des Nationalsozialismus. Akademische Freiheit in Forschung und Lehre, wie wir sie heute genießen, war Grete Mostny verwehrt. Umso mehr ist es ein Anliegen der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät, an sie und die vielen anderen Vertriebenen zu erinnern.

Grußworte: Regina Hitzenberger, Vizerektorin der Univ. Wien
Einführung: Claudia Theune-Vogt, Dekanin der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Faktultät
Vorstellung: Martin Kunze, Initiator von MOM: MOM - ein Schnappschuss unserer Zeit und warum dafür Preise/Awards so wichtig sind
Laudatio: Dorothea Nolde, Vizedekanin der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät

Vorstellung der Dissertationsprojekte:
Elisabeth Haid: Im Blickfeld zweier Imperien. Galizien in der österreichischen und russischen Presseberichterstattung während des Ersten Weltkrieges (1914-1918)
Konstantina Saliari: „Archaeozoological analysis of Castle Sand (10th Century AD, Lower Austria): Interpretation of the socio-economic organisation and the exploitation of natural resources“
Georg Wolfmayr: „Wels. Es hätte schlimmer kommen können.“ Auf der Suche nach dem guten Lebensort zwischen Stadt und Land in Zeiten der Kulturalisierung

Podiumsdiskussion: Peter Becker, Studienprogrammleiter Historisch-Kulturwissenschaftliches Doktoratsstudium: Wege und Umwege zur Dissertation. Podiumsdiskussion mit den Preisträger/innen über ihren Forschungs- und Schreibprozess

Empfang: u.A.w.g.; dekanat.hkw@univie.ac.at

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