Erlesenes Erforschen: 20 Jahre Washingtoner Prinzipien

Erlesenes Erforschen. © pixabay

Erlesenes Erforschen

Erlesenes Erforschen: 20 Jahre Washingtoner Prinzipien

Mittwoch, 27. Juni 2018, 19.00 Uhr, Campus-Pavillon im Campus der Uni Wien, Hof 1

Treuhänderische Übernahme und Verwahrung

Die Universitätsbibliothek Wien präsentiert im Rahmen von "20 Jahre Uni Wien Campus"  ab Mai 2018 eine neue Veranstaltungsreihe. Unter dem Motto "Erlesenes Erforschen" präsentieren Forscherinnen und Forscher der Universität Wien, die aus den unterschiedlichsten Disziplinen kommen, immer mittwochs um 19 Uhr im Eventpavillon im Hof 1 des Campus ihre aktuellen Publikationen einer breiten Öffentlichkeit.

Bei der letzten Veranstaltung von "Erlesenes Erforschen" am 27.6. wird der Tagungsband Treuhänderische Übernahme und Verwahrung: International und interdisziplinär betrachtet der Reihe Bibliothek im Kontext vorgestellt.


Programm

Grußworte

Maria Seissl (Leiterin der DLE Bibliotheks- und Archivwesen)

Regina Hitzenberger (Vizerektorin für Infrastruktur)

Hannah M. Lessing (Generalsekretärin des Nationalfonds der Republik Österreich für die Opfer des Nationalsozialismus)

Oliver Kätsch (VUP/V&R unipress, Göttingen)

Vorstellung des Tagungsbandes durch die HerausgeberInnen

Olivia Kaiser | Christina Köstner-Pemsel | Markus Stumpf

Vorträge
Das „Queen Victoria Jubilee Home for British Gouvernesses“ in Wien

Manfred Draudt

Restitution und Erwerb der APA-Bibliothek an der Fachbereichsbibliothek Anglistik und Amerikanistik der Universität Wien im Spiegel der Washingtoner Prinzipien

Markus Stumpf


Über das Buch

O. Kaiser–C. Köstner-Pemsel–M. Stumpf (Hrsgg.) Treuhänderische Übernahme und Verwahrung: International und interdisziplinär betrachtet (Göttingen 2018) (erscheint in Kürze)

Die Frage nach dem Umgang mit „treuhänderisch“ verwahrtem Kulturgut bzw. Raubgut betrifft Bibliotheken, Archive und Museen sowie jüdische Institutionen. Während die gängigen Erwerbungsarten in Kultureinrichtungen wie Kauf, Geschenk, Pflicht und Tausch übliche Geschäftsvorgänge darstellen und im Rahmen der NS-Provenienzforschung kritisch untersucht werden, sind mit Auflagen versehene Übernahmen und Verwahrungen wie Treuhand, Leihgaben oder Legate aber auch staatliche Zuweisungen im Kontext von NS-Kulturgutraub und staatlichen Transfor-mationsprozessen bislang wenig beachtet worden.

Neben der Darstellung der bisherigen Handhabung „treuhänderisch“ übernommener Kulturgüter vor und nach 1945 wird die Frage nach einem „fairen und gerechten“ Umgang im Sinne der Washingtoner Prinzipien, deren 20-jähriges Jubiläum dieses Jahr gefeiert wird, international und interdisziplinär erörtert.

Der Tagungsband „Treuhänderische Übernahme und Verwahrung“ vereint die Ergebnisse der gleichnamigen Tagung, die von 2.–4. Mai 2017 an der Universität Wien stattgefunden hat und erscheint bei Vienna University Press als dritter Band der Reihe „Bibliothek im Kontext“.


Universität Wien