Lesung: Leopold Federmair "Tokyo Fragmente"

Leopold Federmair . © Mayuko Kiyamura

Leopold Federmair

Lesung: Leopold Federmair "Tokyo Fragmente"

Donnerstag, 7. März 2019, 19.00 Uhr, FB Bildungswissenschaft, Sprachwissenschaft und Vergleichende Literaturwissenschaft

An der Fachbereichsbibliothek Bildungswissenschaft, Sprachwissenschaft und Vergleichende Literaturwissenschaft liest Leopold Federmair aus seinem Buch Tokyo Fragmente.


Programm

Begrüßung

Ariella Sobel | Leiterin der Fachbereichsbibliothek Bildungswissenschaft, Sprachwissenschaft und Vergleichende Literaturwissenschaft


Einführung

Christine Ivanovic | Abteilung für Vergleichende Literaturwissenschaft am Institut für Europäische und Vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaft


Lesung

Leopold Federmair


Gespräch mit dem Autor

Lina Bittner | Abteilung für Vergleichende Literaturwissenschaft am Institut für Europäische und Vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaft


Brot und Wein

Sie können das Buch im Anschluss an die Veranstaltung beim Büchertisch der Buchhandlung Yellow erwerben.


Zum Buch

Seine Wege durch die Großstadt führen immer wieder zurück an einen bestimmten Ort: Eine winzige Bar in einem unauffälligen Stadtteil, die für ihn zur „nächtlichen Universität“ wird. Dort, lange nach Mitternacht, begegnet er, der Flaneur der „Tokyo Fragmente“, geheimnisumwitterten Gestalten ...

Der Schriftsteller Leopold Federmair lebt seit 16 Jahren in Japan. Ein Jahr vor dem Tsunami und dem Atomunfall in Fukushima begann er, Wahrnehmungen und Episoden seiner aus gedehnten Spaziergänge in Tokyo aufzuzeichnen. Das Endergebnis ist kein Blog und kein herkömmliches Tagebuch, sondern eine Serie von zugleich dispersiven und höchst konzentrierten Betrachtungen, die jeweils Aufenthalte von drei oder vier Tagen umfassen.

Zunächst als Work in progress angelegt, entwickelt sich der Text zu einer Erzählung. Da die nächtliche Bar mit einem Bein in der Gegenwart und dem anderen in der Vergangenheit steht, kommt immer wieder auch die Geschichte der Stadt ins Spiel. Nach und nach kristallisieren sich Handlungsstränge heraus und die offene Form wird unmerklich zu einer geschlossenen. Mit staunendem Vergnügen lässt sich der Leser verwinkelte Gässchen, himmelsnahe Wolkenkratzer-Etagen, Krautacker und Shinto-Schrein, Krankenhaus und Izakaya, Konbini und Kindergarten, Kabukitheater und Minikino, die Hügel, Flüsse und versteckten Wasserläufe Tokyos zeigen. (Verlagstext)

Link zum Buch in u:search – die Suchmaschine der UB Wien


Zum Autor

Leopold Federmair, geboren 1957 in Oberösterreich, besuchte das Gymnasium Kremsmünster und Wels und studierte anschließend Germanistik, Publizistik und Geschichte an der Universität Salzburg. Er ist als Schriftsteller, Essayist, Kritiker und Übersetzer tätig (Übersetzungen aus dem Französischen, Spanischen und Italienischen, u.a. Werke von Michel Houellebecq, José Emilio Pacheco, Francis Ponge). 2012 erhielt er den Österreichischen Staatspreis für literarische Übersetzung. Leopold Federmair lebt in Hiroshima, wo er an der Universität Deutsch unterrichtet (http://www.omvs.at/de/autoren/federmair-leopold-2/ ).



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