Buchpräsentation: postcolonial-queer. Erkundungen in Theorie und Literatur

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© Cover "postcolonial-queer", Turia + Kant

Buchpräsentation: postcolonial-queer. Erkundungen in Theorie und Literatur

Mittwoch, 12. Juni 2019, 19.30 Uhr, FB Germanistik, Nederlandistik und Skandinavistik

Anna Babka präsentiert in einer Kooperation mit der Universitätsbibliothek, des Arbeitskreises Kulturanalyse und des Referats Genderforschung der Universität Wien ihr neues Buch postcolonial-queer. Erkundungen in Theorie und Literatur. Die Veranstaltung findet anlässlich der Europride 2019 statt.

Programm

Begrüßung

Maria Seissl
(Leiterin der DLE Bibliotheks- und Archivwesen, Universität Wien)
Katrin Lasthofer
(Referat Genderforschung der Universität Wien)
Marina Rauchenbacher
(aka / Arbeitskreis Kulturanalyse)

Gespräch

Clemens Ruthner
(Germanic Studies, Trinity College Dublin)
spricht mit der Autorin
Anna Babka
(Institut für Germanistik, Universität Wien)

Zum Buch

Begriffe wie gender, postcolonial und queer bilden den theoretischen Fokus und zugleich den Ort der Entfaltung und transdisziplinären Perspektivierung des Bands, der einen weiteren Baustein zur Verankerung der Gender Studies, Queer Studies und Postcolonial Studies in der (germanistischen) Literatur- und Kulturwissenschaft liefern soll.

Im Abschnitt I werden Überblicke und Einsichten zu den verschiedenen Studies bereitgestellt - in kürzeren Darstellungen zu Gayatri Spivak oder zu den Zusammenhängen von Gendertheorie, Queertheorie und Postkolonialer Theorie, in längeren Beiträgen zu Kanonisierungsprozessen von Theorie, zu Vergleichen von Denkfiguren verschiedener Theoretiker_innen (Homi K. Bhabha und Judith Butler) oder zu seminalen Texten (Trinh T. Minh-ha).

Im Abschnitt II des Bands treten Lektüre und Theorieimpulse in ein oszillierendes Verhältnis mit dem Ziel, einen dynamischen Raum der Wechselwirkungen zwischen theoretischen Erkenntnissen und literarischen Erkundungen zu eröffnen. Im literarischen Fokus stehen deutschsprachige Texte, die patriarchale und/oder »koloniale« Machtdiskurse thematisieren und die Konstruktion und Produktion geschlechtlicher und kultureller Identitäten zugleich performieren und beschreiben. Das Spektrum dieser Lektüren reicht von der Literatur des 18. Jahrhunderts (Heinrich v. Kleist), des 19. Jahrhunderts (Karl May), der Literatur der Jahrhundertwende und Moderne (Else Lasker-Schüler und Robert Michel), bis hin zur Literatur des 20. Jahrhunderts (Barbara Frischmuth und Elfriede Jelinek) oder der Literatur nach der Jahrtausendwende (Semier Insayif).

Zur Autorin

Anna Babka ist assoziierte Professorin am Institut für Germanistik der Universität Wien. Sie lehrt und forscht u.a. in den Bereichen zeitgenössische deutsche Literatur, Gender Studies und Postcolonial Studies.

Veranstaltungstipp

Alle Interessierten der Gender Studies sowie der Lacan'schen Psychoanalyse möchten wir auf den Vortrag "Toward Transfeminist Theories of Embodiyment: (Re)writing the Lacanian Sinthôme" von Chris Coffman, Fulbright Freud Visiting Lecturer of Psychoanalysis 2019", der vor der Buchpräsentation von 18:30-19:30 im Hörsaal 31 stattfindet, aufmerksam machen.

Universität Wien