Ausstellung: "... unmöglich, diesen Schrecken aufzuhalten" - Die medizinische Versorgung durch Häftlinge im Frauen-KZ Ravensbrück

Ravensbrück, Baracken des Reviers nach der Befreiung, Sommer 1945. © Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück / Stifung Brandenburgische Gedenkstätten

Ravensbrück, Baracken des Reviers nach der Befreiung, Sommer 1945
© Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück / Stifung Brandenburgische Gedenkstätten

Ausstellung: "... unmöglich, diesen Schrecken aufzuhalten" - Die medizinische Versorgung durch Häftlinge im Frauen-KZ Ravensbrück

Ab Freitag, 18. Oktober 2019, 9.00 Uhr, FB Zeitgeschichte

An der Fachbereichsbibliothek Zeitgeschichte ist von 18. Oktober 2019 bis 20. März 2020 die Ausstellung der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück zu sehen.

Zur Ausstellung

Ausstellungsdauer: 18.10.2019–20.3.2020, Öffnungszeiten der FB Zeitgeschichte

Die SS verschleppte 120.000 Frauen aus 30 Ländern nach Ravensbrück, 80 km nördlich von Berlin. Hier war 1939–1945 das grösste Frauenkonzentrationslager auf deutschem Gebiet.
Im Mittelpunkt der Wanderausstellung über das Krankenrevier im KZ Ravens-brück steht die Arbeit des medizinischen Häftlingspersonals im Frauenlager. Die SS hatte Häftlinge aus unterschiedlichen Ländern Ost- und Westeuropas als Ärztinnen und Pflegerinnen eingesetzt. Ihre Position als Funktionshäftlinge verlangte eine dauernde Gratwanderung zwischen den Befehlen der SS, ihren eigenen Überlebensinteressen und den Bedürfnissen der Kranken.

Was konnten sie tun? Was taten sie? Die meisten von ihnen versuchten, ohne ausreichende Medikamente und Verbandsmaterialien, kranken und verletzten Mithäftlingen zu helfen. Ihre Patientinnen beurteilten ihre Arbeit jedoch, wie die Berichte von Überlebenden doku-mentieren, sehr unterschiedlich. Neben der Anerkennung ihres Einsatzes für die Mithäftlinge wurden sie u. a. auch für die Nichtbehandlung von Kranken, Selektionen und Tötungen mitverantwortlich gemacht. Anhand von Fotos, Dokumenten, Zeichnungen und Schriftzeugnissen ehemaliger Revierarbeiterinnen und ihrer Patientinnen, beleuchtet die Ausstellung Facetten des Lageralltags, in dem das Krankwerden oder Kranksein, oftmals den ersten Schritt zum Sterben oder Vernichtung bedeutete.


Projektleitung: Karin Bergdoll (2. Vorsitzende des AKF e.V.) | Beratung: Dr. Insa Eschebach (Leiterin der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück) | Kuratorinnen: Dr. Ramona Saavedra Santis und Dr. Christl Wickert | Realisiert von: amadea.berlin

Projektträger: Der Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft e.V. (AKF) ist der größte unabhängige Zusammenschluss von Frauengesundheitsorganisationen und Expertinnen der Frauengesundheit in Deutschland. Er vertritt die Interessen von Frauen als Patientinnen, als Expertinnen und als Bürgerinnen. Der AKF ist gemeinnützig und besteht seit 1993.

In Kooperation mit: Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien, ÖLGRF – Österreichischen Lagergemeinschaft Ravensbrück & FreundInnen und AKF – Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft e.V.


Link zur Ausstellungseröffnung am 17.10.2019

Universität Wien