Erlesenes Erforschen: Der DeutscheKlub. Austro-Nazis in der Hofburg

 © Österreichische Nationalbibliothek, L 33337-C POR MAG (Leopoldinischer Trakt, Blick vom Volksgarten/Ecke Löwelstraße auf den Leopoldinischen Trakt mit Bellaria)

© Österreichische Nationalbibliothek, L 33337-C POR MAG (Leopoldinischer Trakt, Blick vom Volksgarten/Ecke Löwelstraße auf den Leopoldinischen Trakt mit Bellaria)

Erlesenes Erforschen: Der DeutscheKlub. Austro-Nazis in der Hofburg

Freitag, 30. Oktober 2020, 18.30 Uhr, Aula am Campus

Am Freitag, 30. Oktober 2020, 18:30 Uhr, wird in der Aula am Campus der Universität Wien im Rahmen der Reihe Erlesenes Erforschen  das Buch Der deutsche Klub. Austro-Nazis in der Hofburg von Andreas Huber, Linda Erker und Klaus Taschwer präsentiert.


Anmeldung bis 27. Oktober unter:

campus.univie.ac.at/veranstaltungen/erlesenes-erforschen/


Programm


Begrüßung

Markus Stumpf | Leiter der Fachbereichsbibliothek Zeitgeschichte, Universitätsbibliothek Wien


Einleitende Worte

Oliver Rathkolb | Vorstand des Instituts für Zeitgeschichte, Universität Wien


Buchpräsentation

Andreas Huber | Institut für Höhere Studien, Wien

Linda Erker | Institut für Zeitgeschichte, Universität Wien

Klaus Taschwer | Wissenschaftsjournalist


Zum Buch

Andreas Huber – Linda Erker – Klaus Taschwer – Der Deutsche Klub. Austro-Nazis in der Hofburg (Czernin Verlag).

Dieses Buch über einen kaum erforschten Verein, der von 1908 bis 1939 in Wien bestand, lässt so manches in einem neuen Licht erscheinen, was sich in der Zwischenkriegszeit in Österreich zutrug: Das mächtige rechte Netzwerk des elitären Deutschen Klubs nahm auf vielfältige Weise Einfluss auf politische Entwicklungen in den 1920er-Jahren und war in den 1930er-Jahren maßgeblich an der nationalsozialistischen Unterwanderung Österreichs beteiligt. Nach dem „Anschluss" 1938 besetzten seine Mitglieder zahlreiche Spitzenpositionen. Was hier erstmals für die Erste Republik und die Jahre danach beschrieben wird, hat fast ein Jahrhundert später Aktualität und Brisanz: parteipolitischer Postenschacher, rechte Netzwerke und versuchte Einflussnahmen auf Exekutive und Justiz sind keine Erfindungen der letzten Jahre und Jahrzehnte, sondern waren bereits in Zwischenkriegszeit in Österreich weit verbreitet. Vor allem aber zeigt diese Studie eindrücklich, wie fließend die Übergänge zwischen „nationalistisch" und nationalsozialistisch für die Elite des sogenannten „dritten Lagers" in den 1930er-Jahren waren - und wie diese Netzwerke in der Zweiten Republik weiterwirkten.


Die Autor*innen

Andreas Huber arbeitet als Historiker und Soziologe am Institut für Höhere Studien in Wien. Forschungen zur Wissenschafts- und Universitätsgeschichte insbesondere der Universität Wien wie auch zu Vereinen und Netzwerken in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Linda Erker ist Historikerin und forscht als Post-Doc am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien zur Wissenschaftsmigration zwischen Österreich und Lateinamerika in den Jahren 1930 bis 1970.

Klaus Taschwer arbeitet als Wissenschaftsredakteur bei der Tageszeitung Der Standard. Gründer und Mitherausgeber des Wissenschaftsmagazins heureka! bis 2009.





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