Erlesenes Erforschen: Hollywood im Zeitalter des Post Cinema

Cover des Bandes Hollywood im Zeitalter des Post Cinema. Eine kritische Bestandsaufnahme. © Sebastian Lederle

Cover des Bandes Hollywood im Zeitalter des Post Cinema. Eine kritische Bestandsaufnahme
© Sebastian Lederle

Erlesenes Erforschen: Hollywood im Zeitalter des Post Cinema

Montag, 23. November 2020, 18.30 Uhr, Online (Livestream)

Am Montag, 23. November 2020, 18:30 Uhr, Online: Link zum Livestream

Im Rahmen der Reihe Erlesenes Erforschen  wird das Buch Hollywood im Zeitalter des Post Cinema von Herausgeber*innen Lisa Gotto und Sebastian Lederle präsentiert.


Programm

Buchvorstellung

Lisa Gotto und Sebastian Lederle


Podiumsdiskussion

Gertrud Koch | Freie Universität Berlin

Lorenz Engell | Bauhaus Universität Weimar

Lisa Gotto | Universität Wien

Sebastian Lederle | Bauhaus Universität Weimar


Zum Buch

Lisa Gotto – Sebastian Lederle (Hg.): Hollywood im Zeitalter des Post Cinema. Eine kritische Bestandsaufnahme. Bielefeld: transcript 2020.

Wenn von Hollywood die Rede ist, meint man damit mehr als einen abendfüllenden Spielfilm. Hollywood verkörpert nicht nur eine bestimmte kulturelle Rolle des Kinos, sondern bildet auch einen spezifischen Blick auf die Welt aus, den es mit seinen Filmen realisiert. Doch was ist an Hollywood als einer zentralen Gestalt des Erzählkinos in Zeiten des Post Cinema immer noch interessant? Wie reagiert Hollywood auf die zunehmenden Serialisierungs- und Remedialisierungstendenzen des Filmischen? Wie funktioniert Hollywood als eine zentrale symbolische Ressource der Selbstverständigung und welche Koordinaten hält es für deren Aushandlung bereit? Der Band versammelt Beiträge zum klassischen und postklassischen Hollywood, untersucht die Wandlungs- und Anpassungsfähigkeit Hollywoods, diskutiert die Wende zum Post Cinema und plädiert für eine kritische Ausweitung der Sicht auf Hollywood. Will Hollywood sich durch die postkinematographischen Umformungen des Filmischen nicht abgehängt sehen, muss es sich diese produktiv aneignen. Das bedeutet langfristig aber eine Abkehr von Voraussetzungen, die für das Kino-Dispositiv grundlegend sind. Die Zukunft Hollywoods als industrieller Produktionsstätte von Film mit globalem Anspruch wird weniger davon abhängen, ob das Kino sich als eine Erscheinungsform des Films behauptet, sondern ob es ihm gelingt, an der Weiterentwicklung des Films so mitzuwirken, dass es seinen weltumspannenden Wiedererkennungseffekt vom Kino in den unbestimmten Raum dessen, was danach kommt, erfolgreich überträgt.


Universität Wien