FB Botanik: E-Book des Monats Mai 2021

  • E-Book des Monats 05.2021: Franz Höss, Monographie der Schwarzföhre, Pinus austriaca, in botanischer und forstlicher Beziehung

  • Der Forstbotaniker Franz Höss ist leider immer noch ein biographisches Rätsel. Als er am 11. September 1832 in Mariabrunn bei Wien (heute: Wien-Mariabrunn) an seinem Dienstort, der k. k. Forst-Lehranstalt im ehemaligen Kloster der Unbeschuhten Augustiner-Eremiten im Alter von 55 Jahren starb, wusste man viele offizielle Dinge von ihm zu sagen, die sich auch alle in seinem Sterbe-Eintrag verewigt finden: Höss war u.a. Mitglied der königlichen botanischen Gesellschaft in Regensburg, der k. k. mährisch-schlesischen Gesellschaft des Ackerbaues und der Landwirtschaftsgesellschaften in Wien und Prag. Die sonst übliche Angabe seines Geburtsortes fehlt hier jedoch ebenso, wie in vielen anderen ihn betreffenden Archivalien. Höss hatte seit Dezember 1810 als Supplent an der Realakademie in Wien Naturgeschichte, Technologie und Warenkunde unterrichtet, und dem Professor der Naturlehre (Physik) und Chemie assistiert. Im Juli 1812 wurde er zum Professor der Forst-Naturkunde am k. k. Forst-Lehrinstitut in Mariabrunn ernannt. Ein Jahr vor seinem Tod legte er 1831 die hier präsentierte Monographie der Schwarzföhre in Groß-Folio mit zwei wunderbaren Bildtafeln vor. Höss nannte die Art Pinus austriaca, dies gilt heute als Synonym zur Österreichischen Schwarz-Föhre (Pinus nigra ssp. nigra). Bei biographischen Forschungen wird Höss regelmäßig mit einem schlesischen Förster gleichen Namens verwechselt, der im Jahr 1840 starb. Hoffentlich ergeben in Zukunft neue Daten zum „österreichischen Franz Höss“ ein klareres biographisches Bild (Pritzel 4118).