FB Botanik: E-Book des Monats Februar 2019

Carl Magnus Hackenberger wurde am 29. Jänner 1816 in Prag als Sohn des bürgerlichen Büchsenmachers Anton Hackenberger geboren. Nach einem Pharmazie-Studium an der königlich ungarischen Universität in Pest erlangte er 1841 den Titel eines Magisters der Pharmazie. In seiner hier präsentierten akademischen Abschlussarbeit beschäftigte er sich einerseits mit Pflanzensäuren, wie u.a. der Oxalsäure, der Weinsäure und der Bernsteinsäure, andererseits aber auch mit Pflanzenbasen, die er in giftige und ungiftige Alkaloide einteilte. Nun zunächst als Apotheker in Rakonitz (Rakovník, Tschechien) tätig, unterrichtete Hackenberger später auch Chemie, Technologie und Naturgeschichte an der vom Prämonstratenser-Kloster Strahov in Prag geführten Ober-Realschule in Rakonitz. Naturwissenschaftlich vielfach interessiert, war er korrespondierendes Mitglied des naturhistorischen Vereins „Lotos“ in Prag und ab 1855 Korrespondent der Geologischen Reichsanstalt in Wien. Ab 1866 als Lehrer für Chemie und Naturgeschichte an der Oberrealschule in Böhmisch Leipa (Česká Lípa, Tschechien) tätig, verfasste er hier noch die interessanten Programm-Aufsätze „Naturhistorische Skizzen über die Pilze“ und „Die Zuckerrübe“. 1871 legte er schließlich ein „Lehrbuch der Haushaltungs-Kunde“ mit allerlei nützlichen Hinweisen vor. Hackenberger starb am 29. März 1884 in Böhmisch Leipa. Am Begräbnis des wegen seiner Herzensgüte allseits beliebten Mannes nahmen die gesamte Stadtvertretung, der vollzählige Lehrkörper der Realschule, viele Schüler und der Gesang- und Bogenschützenverein teil.