FB Botanik: E-Book des Monats Oktober 2019

Karl Friedrich von Sternheim wurde am 5. August 1818 in Schäßburg (Sighișoara, Rumänien) als ältester Sohn des Schäßburger Bürgermeisters Karl von Sternheim geboren. Er zeigte früh Interesse an den Naturwissenschaften und studierte folglich in Wien Medizin. 1846 promovierte er hier zum Doktor der Medizin und Chirurgie und erwarb das Diplom als Magister der Augenheilkunde und Geburtshilfe. Seine Dissertation mit dem etwas sperrigen lateinischen Originaltitel „Dissertatio inauguralis botanica exhibens floram succinctam M. Transsylvaniae Principatus, ex perscrutationibus Recentissimorum secundum genera plantarum cel. Dom. Prof. Endlicher in familias naturales redactam“ erschien in deutscher Sprache, die hier präsentierte Buchhandelsausgabe führte dann auch einen deutschen Titel. Sternheim wollte mit der Arbeit die Vegetation Siebenbürgens im Allgemeinen darstellen, dabei aber besonders seltene und bemerkenswerte Arten hervorheben und ergänzen, was seit dem Erscheinen der letzten Landesflora, der „Enumeratio stirpium magno Transsilvaniae principatui“ (1816) von Johann Christian Gottlob Baumgarten (1756-1843), an Pflanzenarten neu entdeckt worden war. Nach Abschluss seiner Studien reiste Sternheim durch Deutschland und ließ sich nach seiner Rückkehr als praktischer Arzt in Schäßburg nieder. Hier starb er in jungen Jahren am 24. Jänner 1850 an einer Infektion mit Spitalstyphus, die er sich bei unentgeltlichem ärztlichen Beistand von Kranken und Verwundeten zugezogen hatte (Pritzel 8960).