FB Botanik: E-Book des Monats September 2020

Wilhelm Haidinger wurde am 5. Februar 1795 in Wien als Sohn des Mineralogen Karl Maria Haidinger (1756-1797) geboren. Seine erste erdwissenschaftliche Ausbildung erlangte er 1812 bis 1817 bei Friederich Mohs (1773-1839) am Joanneum in Graz, anschließend in Freiberg (Sachsen). Nach einer Reise durch ganz Europa leitete er bis 1840 die Porzellanfabrik seiner Brüder in Elbogen an der Eger (Loket, Tschechien). 1840 wurde Haidinger in Wien als Nachfolger Mohs’ Leiter der Mineraliensammlung der k. k. Hofkammer im Münz- und Bergwesen, wo er in Folge auch mineralogische Vorlesungen hielt. Unter anderem daraus entstand 1845 der „Verein von Freunden der Naturwissenschaften in Wien“. Auch später bei der Vernetzung von Naturwissenschaftern und im Bereich der Wissenskommunikation intensiv tätig, regte Haidinger auch die Gründung der k. Akademie der Wissenschaften in Wien an und wurde 1847 deren Mitglied. Später trat er für die Errichtung eines geologischen Reichsinstitutes in Wien ein, das 1849 als k. k. Geologische Reichsanstalt gegründet wurde und dem Haidinger dann 1849 bis 1866 als Direktor vorstand. 1865 wurde er in den Ritterstand erhoben. Im vorliegenden „Sendschreiben an die hochverehrten zur Wahl 1857 versammelten Wirklichen Mitglieder der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Wien“ machte Haidinger die Erdwissenschafter Franz Ritter von Hauer (1822-1899) und Moriz Hörnes (1815-1868) anlässlich deren Wahl zum wirklichen Mitglied bzw. zum korrespondieren Mitglied der k. Akademie der Wissenschaften in Wien bekannt. Das Werk enthält biographische Angaben zu den genannten Personen sowie detaillierte Werks-Verzeichnisse. Wilhelm von Haidinger starb am 19. März 1871 in Dornbach bei Wien.