Original-Sammlung des Instituts für Kunstgeschichte

Das Institut für Kunstgeschichte besitzt eine kleine Sammlung von Druckgrafiken, die ursprünglich Teil der "Grafischen Lehrsammlung" und zu Lehrzwecken angeschafft worden waren. Der Großteil des Bestandes, der vor allem aus Drucken aus der Zeit um 1900 und modernen Künstlergrafiken der 1970er-Jahre besteht, kam durch Schenkungen ans Institut. Insgesamt handelt es sich um rund 140 Einzelblätter und mehrere Konvolute mit etwa 500 weiteren Grafiken. Der Bestand ist sehr heterogen und so sind überraschend viele graphische Techniken im Bestand repräsentiert: neben Bleistiftzeichnungen und Holzschnitten finden sich auch Kupferstiche, Radierungen, Claire Obscure (Hell-Dunkel-Malerei), Schabkunstblätter, Blätter in Crayonmanier, Lithographien, Stahlstiche, Zinkätzungen und weitere moderne Kunstdrucktechniken. Es finden sich aber auch ältere Zeichnungen und Reproduktionsgrafiken des 18. Jahrhunderts in der Sammlung, die mittlerweile kaum noch für Unterrichtszwecke herangezogen wird.

Bei den Arbeiten handelt es sich meist nicht um eigenständige Kunstwerke sondern um Reproduktionsgrafiken nach Gemälden bekannter Meister, wie etwa Giorgione, Antoine Coypel, Antoine Watteau oder Samuel W. Reynolds. Vor dem Einzug der Fotografie waren Reproduktionen die einzige Möglichkeit, um berühmte Werke anschaulich verfügbar zu haben. Für die Vermittlung kunsthistorischer Forschungsergebnisse und -inhalte war daher vor allem die Farblithographie bis weit ins 20. Jahrhundert von großer Bedeutung.

Die Original-Sammlung kann zu Forschungszwecken nach vorheriger Terminvereinbarung besichtigt werden.

Adresse:

Institut für Kunstgeschichte
Campus der Universität Wien
Spitalgasse 2, Hof 9
1090 Wien

Leitung & Kontakt:

Dr. Martin Engel
Institut für Kunstgeschichte
Spitalgasse 2, Hof 9
1090 Wien
T: +43-1-4277-414 40
martin.engel@univie.ac.at

Links:

Objekte des Monats aus dieser Sammlung:

Foto: Tischaltar aus dem Dom zu Halberstadt (Deutschland). Farblithographie nach aquarellierter Federzeichnung von Hermann Schäfer, um 1880; Fotograf: Karl Pani