Nachlass Erich Frauwallner

Der schriftliche Nachlass des Wiener Indologen und Buddhismuskundlers Erich Frauwallner (1898–1974) kam 1975 als Geschenk an das damalige Institut für Tibetologie und Buddhismuskunde der Universität Wien und wurde daraufhin 1976–1977 als Sammlung geordnet. Dieser Bestand enthält sowohl eigene Werke als auch Korrespondenzen, Dokumente und Sammlungen.

Frauwallner beschäftigte sich hauptsächlich mit indischer Philosophiegeschichte und den philosophischen Systemen des Buddhismus. Zunächst war er als Privatdozent und - nach einer Unterbrechung im und nach dem Zweiten Weltkrieg - ab 1952 wieder als Universitätslehrer tätig. 1955 berief man ihn als Extraordniarius an das neu geschaffene Indologische Institut der Universität Wien, 1959 wurde er Ordinarius für Indologie und emeritierte 1964.
Außerdem gehörte er der Österreichischen Akademie der Wissenschaften an und war Ehrenmitglied der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft sowie korrespondierendes Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen.
Erich Frauwallner verstarb am 5. Juli 1974 in Wien.

Seine Nachlassbibliothek konnte für die Universität Wien angekauft werden und wurde nach der Aufnahme in zwei Inventarbüchern und elektronisch im Katalog der Universitätsbibliothek Wien in der heutigen Fachbereichsbibliothek Südasien-, Tibet- und Buddhismuskunde aufgestellt.

Für wissenschaftliche Zwecke können die Bestände nach vorheriger Terminvereinbarung besichtigt und benützt werden.

Adresse:

Institut für Südasien-, Tibet- und Buddhismuskunde
Campus der Universität Wien
Spitalgasse 2, Hof 2.7
1090 Wien

Leitung & Kontakt:

DI Dr. Alexander Schiller, M.A.
Institut für Südasien-, Tibet- und Buddhismuskunde
Spitalgasse 2
1090 Wien
T: +43-1-4277-435 53
alexander.schiller@univie.ac.at

Link:

Foto: Reinschrift der ersten indologischen Fachpublikation von Erich Frauwallner, vor 1926; Fotograf: Alexander Schiller