Historische Sammlung des Departments für Molekulare Systembiologie

Die historische Sammlung des Departments für Molekulare Systembiologie der Universität Wien beinhaltet Reste der Sammlungen des ehemaligen Pflanzenphysiologischen Instituts. Das Institut wurde 1873 von dem Botaniker, Pflanzenanatomen und -physiologen Julius von Wiesner (1838–1916) begründet und basiert auf dem Lehrstuhl von Franz Unger (1800–1870), Botaniker aus Graz, der 1848/49 nach Wien berufen wurde und hier den weltweit ersten Lehrstuhl für Anatomie und Physiologie der Pflanze etablierte. Es war anfänglich in Räumen des Gymnasiums 1090 Wien, Wasagasse 10 untergebracht. Erst mit der Übersiedlung in den zweiten Stock des neu errichteten Universitätshauptgebäudes im Jahre 1884 konnte das Institut seinen Anforderungen entsprechend mit Einrichtungen und Sammlungen ausgestattet werden: u. a. mit einer Studiensammlung, einer Sammlung pflanzlicher Rohstoffe (Fasern, Gummi und Harze), einer Sammlung von Kryptogamen, einer umfangreichen Schausammlung und einer Sammlung fossiler Pflanzen, sowie mit Wandtafeln und mit botanischen Modellen aus Pappmaché, Wachs oder Glas.

Neben rund 50 Feuchtpräparaten umfasst die Sammlung heute mehrere hundert Trockenpräparate, darunter Wurzeln, Harze, Fasern und vor allem Samen und Früchte, aber auch ein paar wenige fossile Pflanzen und Pflanzenmodelle. Alle Objekte stammen in etwa aus dem Zeitraum von 1865 bis 1918; vereinzelt finden sich auch Präparate jüngeren Datums.

Für wissenschaftliche Zwecke kann die Sammlung nach vorheriger Terminvereinbarung besichtigt werden.

Adresse:

Department für Ökogenomik und Systembiologie
Biologie-Zentrum (UZA I)
der Universität Wien
Althanstraße 14
1090 Wien

Leitung und Kontakt:

Ao Univ. Prof.in Dr.in Irene Lichtscheidl
Cell Imaging and Ultrastructure Research
University of Vienna
Althanstraße 14
1090 Wien
T: +43-1-4277-579 20
irene.lichtscheidl@univie.ac.at

Link:

Objekte des Monats aus dieser Sammlung:

Foto: Auf Expeditionen von Julius von Wiesner gesammelte Samen, um 1885; Fotografin: Claudia Feigl