ub:talks | Contrarian Scientists: Desinformation durch Wissenschaft?

 © Universitätsbibliothek Wien

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ub:talks | Contrarian Scientists: Desinformation durch Wissenschaft?

Donnerstag, 23. Oktober 2025, 18:00 Uhr, Erika-Weinzierl-Saal, 1.OG, Universitätsring 1, 1010 Wien
Mit der Vortragsreihe ub:talks lädt die Universitätsbibliothek Wien Expertinnen und Experten aus den unterschiedlichsten Disziplinen ein, um mit Vorträgen, Seminaren und Workshops neue Impulse für Lehre, Forschung und Bibliotheksarbeit zu geben.

Bitte um Anmeldung bei:
     martin.wieland@univie.ac.at


Vortragende

Julia Partheymüller | Institut für Staatswissenschaft, Universität Wien

Dietmar Pichler | Disinfo Resilience Network


Zur Veranstaltung

Ausgehend vom Konzept des Contrarian Scientist beleuchtet der Vortrag, wie Wissenschaftler*innen - ob aus Überzeugung, ideologischer Haltung oder unbeabsichtigt - zur Verbreitung von Desinformation und zur Erzeugung von Zweifeln an etablierten wissenschaftlichen Erkenntnissen beitragen können. Im Fokus stehen die Hintergründe und Motive dieser Akteure, ihre kommunikativen Strategien, mediale Verstärkungsmechanismen sowie die Wirkung von False Balance in der öffentlichen Debatte.


Julia Partheymüller

Julia Partheymüller ist Senior Scientist am Institut für Staatswissenschaft der Universität Wien. Sie ist Mitglied des Vienna Center for Electoral Research (VieCER) sowie des Forschungsnetzwerks Data Science @ Uni Wien. In ihrer Forschung befasst sie sich mit Demokratie, Wahlverhalten und der Dynamik öffentlicher Meinungsbildung. Zuvor war sie unter anderem an der University of Essex und der Universität Mannheim tätig. Sie promovierte an der Universität Mannheim und studierte Politikwissenschaft an der Universität Hamburg und der Freien Universität Berlin.


Dietmar Pichler

Dietmar Pichler ist Analyst für Desinformation und spezialisiert auf ausländische Einflussoperationen und hybride Kriegsführung autoritärer Regime. Er gründete das Disinfo Resilience Network, ein internationales Netzwerk von Expertinnen und Experten aus Politik, Geschichte, Sicherheit, Journalismus, Cybersicherheit und Diplomatie. Ziel des Netzwerks ist es, Wissen zu bündeln, Methoden zur Erkennung von Desinformation zu entwickeln und die Resilienz demokratischer Gesellschaften zu stärken. Er war bereits Vortragender auf diversen internationalen Fachkonferenzen sowie an Institutionen wie der International Media Academy (Berlin), der International Humanitarian University (Odesa), der Universität Wien, der Fachhochschule Wien, im Haus der Europäischen Union und im Österreichischen Parlament.


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