Die FB Philosophie und Psychologie lädt zur Präsentation des Buches "Ethik des Widerstands. Hobbes - Kant - Hegel - Levinas" von Brigitta Keintzel.
Programm
Begrüßung
Sonja Fiala | Leiterin der Fachbibliothek Philosohpie und Psychologie, Universitätsbibliothek Wien
Einleitung
George Karamanolis | Institut für Philosophie, Universität Wien
Buchpräsentation: Text und Kontext
Michael Staudigl | Institut für Philosophie, Universität Wien
Brigitta Keintzel | Institut für Philosophie, Universität Wien
Im Anschluss laden wir zu Brot und Wein.
Zum Buch
Widerstand fungiert als theoretischer Knotenpunkt, um Kants Ethik der Autonomie, Levinas’ Denken der radikalen Andersheit und phänomenologische Leiblichkeitskonzepte in einen neuartigen, bisher unerschlossenen Zusammenhang zu überführen. Ziel ist es, Widerstand als kritischen Reflexionsraum zu begreifen, der gesellschaftliche Dynamiken, ethische Paradoxien und historische Dis/Kontinuitäten neu durchdringbar macht - und so einen Schlüssel zum Verständnis gegenwärtiger, wie vergangener Herausforderungen bietet.
Neben zentralen Denkern wie Thomas Hobbes, Immanuel Kant, G.W.F. Hegel und Emmanuel Levinas verknüpft der Text auch weniger prominente Perspektiven, etwa Franz Rosenzweigs Widerstandsverständnis. Dessen ›neues Denken‹ - mit seiner Betonung der Singularität (gegen idealistische Totalität) und zukunftsorientierten Offenheit - ermöglicht es, Levinas’ Alteritätsethik und Rosenzweigs Kritik an politischer Totalisierung in einen theoriebildenden Dialog zu überführen.
Veröffentlicht mit Unterstützung des FWF
- Brigitta Keintzel
Ethik des Widerstands. Hobbes - Kant - Hegel - Levinas
Verlag Karl Alber. Baden Baden, 2025.
Link zum Buch bei Inlinbra
Zur Autorin
Brigitta Keintzel ist seit 2024 Privatdozentin für Philosophie und war FWF-Elise-Richter Fellow am Institut für Philosophie der Universität Wien. Sie ist Gastherausgeberin der Levinas Studies 15 zum Thema: »Levinas in Dialogue«.
Sie ist Mitglied der Forschungsplattform GAIN - Gender: Ambivalent In_Visibilities und organisierte die fakultätsübergreifende Ringvorlesung »Gewalt und Geschlechterverhältnisse«, die sich auch mit der Frage beschäftigt, wie Nicht/Sichtbarkeit für zentrale ethische Fragestellungen genützt werden kann.
Ein Schwerpunkt ihrer philosophischen Tätigkeit bildet das Zusammenspiel von Phänomenologie und Philosophie des deutschsprachigen Idealismus, insbesondere mit Blick auf Fragen der Erkenntnis, Sprache und Ethik des Widerstands.

