OpenAIRE - Open Access Infrastructure for Research in Europe

 

OpenAIRE. © OpenAIRE

OpenAIRE

OpenAIRE ist ein paneuropäisches Forschungsinformationssystem mit Diensten zum Auffinden, Speichern, Verlinken und Analysieren von Forschungsresultaten über alle Disziplinen hinweg. 2009 startete OpenAIRE als Projekt im FP7 Programm (Forschungs- und Innovations- Förderprogramm der Europäischen Union), nach weiteren zwei Projektperioden beginnt die vierte Etappe im Jänner 2018.

Ziel ist die Förderung und Umsetzung der Richtlinien der Europäischen Kommission (EC) und des Europäischen Forschungsrates (ERC) im Bereich Wissenschaft- bzw. Forschungsförderung. OpenAIRE unterstützt das Open Access Mandat und den Open Research Data Piloten in Horizon 2020.

Durch die Initialisierung des OpenAIRE-Portals 2010 wurde es erstmals möglich EU-geförderte Projekte mit dem entstandenen Output in einem aggregierten Gesamten darzustellen und öffentlich zu präsentieren. In einem weiteren wichtigen Schritt wurde das europäische Repositorium ZENODO in Kooperation mit der Europäischen Organisation für Kernforschung CERN aufgebaut und den WissenschaftlerInnen als Allround-Repository zur Verfügung gestellt.

Wie funktioniert OpenAIRE?

OpenAIRE funktioniert als europaweites Metarepositorium mit über 60 Partnerinstitutionen aus allen EU-Ländern und weit darüber hinaus. In allen Ländern der Europäischen Union sowie in der Schweiz, Norwegen, Serbien, Island und der Türkei, gibt es lokale AnsprechpartnerInnen, National Open Access Desks, oder kurz NOADs, die OpenAIRE im jeweiligen Land nach außen vertreten, Fragen beantworten, Informationen weiterleiten oder an andere Stellen gezielt verweisen können.

Als wichtigste europäische e-Infrastruktur für Open Science wird OpenAIRE einen wertvollen Beitrag zur European Open Science Cloud (EOSC) liefern. Die Cloud hat das Ziel WissenschaftlerInnen aller Disziplinen offenen Zugang zu digitalen Funktionalitäten, Ressourcen und Kompetenzen zur Verfügung zu stellen. Informationen zu den OpenAIRE Services für WissenschaftlerInnen, Data-Provider, National Contact Points (NCPs) oder Forschungsservices und Fördergeber finden Sie direkt auf der Startseite unter https://www.openaire.eu 


DMP Use Case Project

Daten werden zunehmend als inhärent wertvolle Produkte der wissenschaftlichen Forschung konzipiert, und Forschungsförderer auf internationaler und nationaler Ebene erfordern zunehmend offene Daten und ein gutes Datenmanagement in den von ihnen finanzierten Projekten.

Mit Horizon 2020 führte die Europäische Kommission ein erstes Pilotprojekt für Forschungsdaten (ORD Pilot) durch, das ab dem Arbeitsprogramm 2017 auf das gesamte Programm ausgedehnt wurde. Eine Schlüsselkomponente ist die Verpflichtung zur Erstellung eines Datenmanagementplans (DMP). In den letzten Jahren hat das Ziel, Daten nicht nur offen, sondern auch FAIR, auffindbar, zugänglich, interoperabel und wiederverwendbar zu machen, als wichtiges Prinzip für solche DMPs an Bedeutung gewonnen.

Ziel dieses Projekts ist es daher, DMP-Anwendungsfälle zu analysieren, um Best Practices, aber auch häufige Herausforderungen und Fehler bei einer Reihe von Anwendungsfällen in verschiedenen Disziplinen zu ermitteln. Ziel ist es, anhand dieser Beispiele Forscher bei ihren DMP-Verpflichtungen in ihren eigenen europäischen Projekten zu unterstützen. Die Ergebnisse werden auch in einer Veröffentlichung veröffentlicht.

Das Projekt ist Teil der RDM-Task Force-Gruppe von OpenAIRE-Advance Projects.

Kontakt

Daniel Spichtinger
Gerda McNeill (Leitung)
Universitätsbibliothek Wien