Folgende Fälle konnten bisher nicht abschließend beurteilt werden – sie wurden deshalb in die Kunstdatenbank des Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus eingetragen, ohne dass bisher eine Entscheidung vorliegt:
Im Zuge der Provenienzforschung an der Fb Europäische Ethnologie wurde ein in der NS-Zeit erworbenes Werk mit dem Besitzvermerk „Bücherei Dr. Foehr“ und der Zahl „449“ nachgewiesen. Die Bücherei Dr. Foehr dürfte anderen Hinweisen zufolge aus zumindest 3.000 Bänden bestanden haben. Trotz eingehender Recherchen konnte der Besitzvermerk nicht eindeutig einer Person zugeordnet werden. Als Vorbesitzer konnte jedoch zumindest ein Prälat Dr. Ernst Föhr (1892–1976) ausgeschieden werden, dessen Bibliothek an das Erzbischöfliche Archiv Freiburg kam. Mögliche Vorbesitzer könnten der ehemalige Rektor des Friedrich-Polytechnikums Köthen, Dr. Karl Friedrich Foehr (1860–1930) sowie der Architekt und Baurat Adolf Foehr (1880–1943) aus Prag sein, aber auch einige weitere Personen, die sich in online verfügbaren Findmitteln sowie Sachakten nachweisen lassen. Um weiterführende Hinweise zu erhalten, erfolgte der Eintrag in die Kunstdatenbank des Nationalfonds.
Betroffenes Exemplar in u:search
Provenienzhinweis:
© UB Wien
INHALT FOLGT
Betroffene Exemplare in u:search: INHALT FOLGT
Vgl. INHALT FOLGT
Literatur: INHALT FOLGT
INHALT FOLGT
Betroffene Exemplare in u:search: INHALT FOLGT
Vgl. INHALT FOLGT
Literatur: INHALT FOLGT
INHALT FOLGT
Betroffene Exemplare in u:search: INHALT FOLGT
Vgl. INHALT FOLGT
Literatur: INHALT FOLGT
Im Bestand der ehemaligen Fachbereichsbibliothek für Osteuropäische Geschichte wurde ein Buch mit dem Provenienzhinweis auf einen Stanislaw Nowogrodzki gefunden. Stanislaw Nowogrodzki wurde am 12. August 1908 in der heutigen polnischen Stadt Krzeszowice geboren. 1910 zog sein Vater nach Kraków. 1932 schloss er sein Studium der Geschichtswissenschaften mit Schwerpunkt auf mittelalterliche Geschichte an der Jagiellonen-Universität ab. 1934 promovierte er über Westpommern und Polen im 14. Jahrhundert und wurde stellvertretender Direktor der wissenschaftlichen Gesellschaft „Polska Akademia Umiejętności“. Auch trat der polnisch-nationalistischen Partei Stronnictwo Narodowe bei und heiratete 1935 Stanisława Zawicką. Nach dem Überfall Polen durch das NS-Regime im September 1939 schloss Nowogrodzki sich dem polnischen Untergrund an. Im Juni 1940 wurde er von der Gestapo verhaftet und nach elf Monaten entlassen. Im April 1942 wird er erneut verhaftet und danach ins Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau überführt. Im Mai wird er in das Konzentrationslager Mauthausen deportiert und dort im Juli 1942 ermordet. Stanislaw Nowogrodzki wurde aufgrund seiner politischen Zugehörigkeit und Tätigkeiten vom NS-Regime verfolgt und ermordet. Das aufgefundene Buch befand sich eindeutig im ursprünglichen Eigentum von Nowogrodzki und wurde 1963 um 25.- Schilling angekauft. Die Provenienzkette davor ist jedoch nicht rekonstruierbar. Das Buch wurde daher in die Kunstrückgabedatenbank des Nationalfonds eingetragen, um gegebenenfalls zu weiteren Informationen zu gelangen.
Betroffenes Exemplar in u:search
Vgl. Eintrag in der Kunstdatenbank des Nationalfonds
Literatur: INHALT FOLGT
Provenienzhinweis:
© UB Wien
INHALT FOLGT
Betroffene Exemplare in u:search: INHALT FOLGT
Vgl. INHALT FOLGT
Literatur: INHALT FOLGT
INHALT FOLGT
Betroffene Exemplare in u:search: INHALT FOLGT
Vgl. INHALT FOLGT
Literatur: INHALT FOLGT
Bei der an der Fb Theater-, Film- und Medienwissenschaft befindlichen Druckschrift mit dem Besitzvermerk Schöllersche Familienbibliothek kann zwar der Erwerb anhand des Inventarbuches nachgewiesen werden, allerdings erfolgte der Ankauf über die Ringbuchhandlung Sexl, die im Jahr 1938 arisiert wurde. Bei dem Buch aus der Fb Europäische Ethnologie kann der Erwerbsweg seitens der Universität Wien nicht nachvollzogen werden. Unabhängig der beiden Erwerbswege erwies sich die Zuordnung der Schöllerschen Familienbibliothek als bislang unlösbare Anforderung. Zwar wurde verschiedenen Spuren nachgegangen, einer bestimmten Familie Schöller | Schoeller konnte die Bibliothek bislang nicht zugerechnet werden. Es kann nur aufgrund der, in verschiedenen Institutionen aufgefundenen Druckschriften – jeweils mit dem Schöllerschen Besitzvermerk sowie handschriftlich eingetragenen Zahlen – angenommen werden, dass die Familienbibliothek einen Bestand von mindestens 2.884 Werken umfasst haben muss. Die Provenienz- sowie die Erwerbskette ist nicht rekonstruierbar, sodass nicht ausgeschlossen werden kann, dass die Familie Schöller die Publikationen während der NS-Zeit verkaufen musste oder diese von Nationalsozialisten geraubt wurde. Aus diesem Grund wird eine Eintragung in die Kunstrückgabedatenbank des Nationalfonds empfohlen, um gegebenenfalls zu weiteren Informationen zu gelangen.
Betroffene Exemplare in u:search: INHALT FOLGT
Vgl. INHALT FOLGT
Literatur: INHALT FOLGT
Provenienzhinweis:
© UB Wien
INHALT FOLGT
Betroffene Exemplare in u:search: INHALT FOLGT
Vgl. INHALT FOLGT
Literatur: INHALT FOLGT